Externe KiQu-Evaluation
Außenperspektive nutzen – Qualität professionell weiterentwickeln
Die Externe Evaluation – auch als Fremdbewertung bekannt – ergänzt die interne Qualitätsentwicklung durch eine qualifizierte Außenperspektive. Sie unterstützt Einrichtungen dabei, eigene Maßstäbe zu überprüfen, „blinde Flecken“ zu erkennen und gezielte Weiterentwicklung anzustoßen.
KiQu ist in Berlin ein vom Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi) anerkanntes Evaluationskonzept. Im Bundesland Berlin ist die externe Evaluation gesetzlich verpflichtend.
Ziele der externen Evaluation
- Überprüfung eigener Qualitätsmaßstäbe durch eine qualifizierte Außenperspektive
- Anregungen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit
- Einbeziehung der Elternperspektive zur wahrgenommenen Qualität
- Transparente Rückmeldung zu Qualität und Ergebnissen der Einrichtung
Konzept der Externen KiQu-Evaluation
Die Externe KiQu-Evaluation baut auf dem Konzept der Internen KiQu-Evaluation auf. Ergebnisse lassen sich daher unmittelbar vergleichen und für die weitere Qualitätsentwicklung systematisch nutzen.
Die Kita wählt jeweils ein Teampaket und ein Leitungspaket. Ergänzend stellt das Basispaket sicher, dass alle Aufgabenbereiche des Bildungsprogramms berücksichtigt werden.
Die Evaluation erfolgt in 11 Etappen unter Berücksichtigung der Team-, Leitungs-, Träger-, Eltern- und Kinderperspektive. Als einer der ersten Anbieter bezieht KiQu auch die Kinderperspektive systematisch ein.
Durchführung
Die Evaluation wird von einer ausgebildeten Fachkraft durchgeführt. Während der Beobachtungsphase werden alle Gruppen der Einrichtung berücksichtigt. Bei größeren Einrichtungen empfehlen wir eine Tandem-Evaluation mit zwei Evaluator*innen.
Bestandteile der Evaluation
- Beobachtungen in allen Gruppen
- Gespräch mit Team, Leitung und Träger
- Elternbefragung (online oder Papier)
- Kinderperspektive durch Hausrundgang (ab 4 Jahren)
- Dokumentensichtung (z. B. Konzeption, Sprachlerntagebücher)
Auswertung & Bericht
Die Kita erhält einen ausführlich ausformulierten Evaluationsbericht inklusive Analyse und – sofern vorhanden – Vergleich mit den Ergebnissen der Internen KiQu-Evaluation.
Nach interner Prüfung durch das KiQu-Servicebüro wird der Bericht ca. vier Wochen nach der Beobachtungsphase übermittelt. Optional kann ein Kurzbericht für die Öffentlichkeitsarbeit erstellt werden.
In einem Rückmeldegespräch erläutert die externe Evaluator*in dem gesamten Team die Ergebnisse und unterstützt bei der Ableitung konkreter Maßnahmen.
Ausbildung Externe KiQu-Evaluator*innen
Voraussetzung
Mehrjährige Feldkompetenz in Kitas sowie die bestandene Prüfung zur/zum Internen KiQu-Evaluator*in.
Inhalte
Vermittlung der 11 Etappen der Externen KiQu-Evaluation, gesetzliche Anforderungen sowie Qualitätskriterien des jeweiligen Bildungsprogramms.
Abschluss
Die Qualifizierung endet nach einem Co-Einsatz in der Praxis mit einer mündlichen Prüfung.
Aktuelle Lehrgänge
Warum externe Evaluation?
Eine qualifizierte Außenperspektive schafft Transparenz, stärkt Entwicklungsprozesse und unterstützt nachhaltige Qualitätssicherung.
Was wird berücksichtigt?
Team-, Leitungs-, Träger-, Eltern- und Kinderperspektive – für eine ganzheitliche Betrachtung der Einrichtung.
Besonderheit von KiQu
Vergleichbarkeit mit internen Evaluationsergebnissen sowie strukturierte Durchführung in 11 klar definierten Etappen.